Nahaufnahme des Mundes einer Person, der mit einem zahnärztlichen Wangenspreizer aus Kunststoff offen gehalten wird, um Zähne und Zahnfleisch für eine Untersuchung oder eine DMD-Behandlung freizulegen. Die Lippen sind weit aufgespreizt, sodass die oberen und unteren Zähne für die digitale Präzision deutlich sichtbar sind.

Wann ist eine digitale Kiefergelenkvermessung sinnvoll – und was zeigt sie?

„Brauche ich das wirklich?” Diese Frage hören wir aus zwei ganz unterschiedlichen Richtungen. Die einen kommen mit CMD-Symptomen – Kieferknacken, Verspannung, Kopfschmerzen – und fragen sich, ob eine digitale Kiefergelenkvermessung für sie infrage kommt. Die anderen planen einen größeren Zahnersatz oder eine Implantatversorgung und wissen oft noch gar nicht, dass eine Vermessung des Kiefergelenks für die Gestaltung ihres neuen Zahnersatzes entscheidend sein kann. Beide Wege führen zum selben Verfahren – aus unterschiedlichen, gleichermaßen guten Gründen.

Zwei Wege, die zur DMD-Messung führen

Eine digitale Kiefergelenkvermessung steht selten am Anfang einer Behandlung. Sie ist ein gezielter Schritt, der sich aus einer vorherigen Einschätzung ergibt:

  • Weg über CMD-Symptome: Der erste Anhaltspunkt ist häufig ein kurzer CMD-Quick-Check – etwa über unsere digitale Anamnese. Zeigt dieser Auffälligkeiten, folgt eine ausführliche Funktionsdiagnostik mit manueller Untersuchung. Erst wenn sich dabei der Verdacht auf eine tiefer liegende Fehlbelastung erhärtet, kommt die digitale Vermessung als ergänzender, präzisierender Schritt hinzu.
  • Weg über Zahnersatz und Implantologie: Bei umfangreicherem Zahnersatz – etwa mehreren Implantaten oder einer größeren Neuversorgung des Bisses – ist die Vermessung kein nachgelagerter Sonderfall, sondern Teil der Planung selbst. Hier geht es nicht um die Abklärung eines Verdachts, sondern darum, den neuen Zahnersatz von vornherein so zu gestalten, dass er das Kiefergelenk nicht fehlbelastet.

Beide Wege haben gemeinsam: Die Messung wird erst dann eingesetzt, wenn die vorherige Einschätzung zeigt, dass eine genauere Betrachtung der Kieferbewegung sinnvoll ist.

Ein hohes, weißes, kastenförmiges medizinisches Gerät für digitale Kiefergelenkmessung auf Rädern mit einer Touchscreen-Oberfläche und einem erhobenen Arm, der in einer Leuchte oder einem Sensor endet, steht in einem modernen, hellen Flur mit hellen Wänden, Glastüren und einer blauen Tür im Hintergrund.
Ein digitales Zahnmodell in der exocad-Software zeigt eine farbkodierte Draufsicht der unteren Zähne und hebt die Druckpunkte des Bisses in Blau und Rot hervor. Die Benutzeroberfläche zeigt verschiedene Bedienelemente und Symbole auf der rechten Seite und Werkzeugoptionen auf der linken Seite.

Warum eine statische Vermessung dafür nicht ausreicht

Herkömmliche Verfahren – dazu zählen auch digitale Gebiss-Scans und klassische Kiefergelenkmessungen – erfassen das Kiefergelenk in festgelegten, statischen Positionen. Das liefert wichtige Informationen über Form und Bisslage, aber eine entscheidende Dimension bleibt dabei oft unberücksichtigt: die Bewegung.

Druckpunkte, die den Kiefer fehlbelasten, entstehen häufig nicht im Stillstand, sondern erst während der Bewegung – beim Kauen, beim Sprechen oder beim nächtlichen Zähneknirschen. Eine Momentaufnahme kann diese dynamischen Belastungsspitzen nicht abbilden. Genau das kann bei der Planung von Zahnersatz zum Problem werden: Was im statischen Befund unauffällig wirkt, kann sich in der Bewegung ganz anders verhalten – und genau dort liegt oft die eigentliche Ursache späterer Kiefergelenkprobleme.

Was die DMD-Messung konkret zeigt

Das DMD-System erfasst die Kieferbewegung mithilfe von Magnetfeldtechnologie in sechs Bewegungsachsen. Dadurch entsteht ein präzises, dynamisches Bild des Gelenkraums – nicht nur eine Position, sondern der gesamte Bewegungsablauf des Kiefers.

Daraus lässt sich ablesen, welche Bereiche im Gelenkraum verengend wirken und welche sich neutral verhalten. Diese Unterscheidung ist der eigentliche Mehrwert: Sie zeigt nicht nur, dass eine Fehlbelastung vorliegt, sondern auch, wo genau im Bewegungsablauf sie auftritt.

Wie diese Erkenntnisse in die Gestaltung von Zahnersatz einfließen

Bei der Planung von Zahnersatz – insbesondere bei größerem Implantologie-Umfang – fließen diese Messdaten direkt in die Gestaltung ein. Höhe, Kontaktpunkte und Bisslage des neuen Zahnersatzes können so abgestimmt werden, dass sie die im Gelenkraum identifizierten Druckpunkte nicht zusätzlich belasten.

Ohne diese Information besteht das Risiko, dass ein technisch einwandfrei gefertigter Zahnersatz dennoch zu einer Fehlbelastung führt, die erst Monate oder Jahre später als Kiefergelenkproblem in Erscheinung tritt. Die DMD-Messung verschiebt diese Erkenntnis an den Anfang der Planung – nicht erst an deren Ende.

Der Termin selbst – kurzer Überblick

Die Messung selbst ist unkompliziert: Sie erfolgt ambulant in der Praxis, ist nicht invasiv und für die meisten Patientinnen und Patienten ohne nennenswerte Belastung. [Platzhalter: konkrete Dauer in Minuten – bitte von Dr. Baumstark bestätigen lassen] Im Anschluss werden die Ergebnisse besprochen und – je nach Ausgangsweg – in die weitere CMD-Behandlung oder die Zahnersatzplanung überführt.

Vorreiter in Hessen – warum wir auf dieses Verfahren setzen

Die Praxis Baumstark war Vorreiter in Hessen bei der Einführung dieses digitalen Messverfahrens. Für uns war das kein technisches Detail, sondern eine Frage der Behandlungsqualität: Wer Zahnersatz gestaltet, ohne die Kieferbewegung in dieser Präzision zu kennen, plant mit einer Lücke – und genau diese Lücke wollten wir schließen.

→ Mehr zur Funktionsdiagnostik finden Sie auf unserer Seite Funktionsdiagnostik.
→ Mehr zur digitalen Kiefergelenkvermessung finden Sie auf unserer Seite Kiefergelenkvermessung DMD.

FAQ’s

Brauche ich vor jedem Zahnersatz eine DMD-Messung?
Nicht in jedem Fall. Bei einzelnen Kronen oder kleineren Versorgungen ist sie meist nicht erforderlich. Bei umfangreicherem Zahnersatz oder mehreren Implantaten ist sie jedoch ein wichtiger Planungsschritt, um spätere Fehlbelastungen des Kiefergelenks zu vermeiden.

Warum reicht ein digitaler Abdruck oder Scan beim Zahnersatz nicht aus?
Ein digitaler Scan erfasst die Form und Statik des Gebisses sehr genau, zeigt aber nicht, wie sich der Kiefer in Bewegung verhält. Druckpunkte, die erst beim Kauen, Sprechen oder Zähneknirschen entstehen, bleiben dabei unter Umständen unerkannt.

Wann führt der Weg über CMD-Symptome zur DMD-Messung?
Wenn ein erster Quick-Check und die anschließende Funktionsdiagnostik auf eine tiefer liegende Fehlbelastung hindeuten, kann die digitale Vermessung als präzisierender nächster Schritt sinnvoll sein.

Ist die Messung unangenehm und wie lange dauert sie?
Die Messung ist nicht invasiv und für die meisten Patientinnen und Patienten gut auszuhalten. [Platzhalter: genaue Dauerangabe ergänzen]

Was passiert, wenn die Messung Auffälligkeiten zeigt?
Die Ergebnisse werden besprochen und fließen – je nach Ausgangssituation – entweder in die weitere CMD-Behandlung oder direkt in die Gestaltung des geplanten Zahnersatzes ein.

Der nächste Schritt:

Beratungstermin in Kronberg

Sie planen größeren Zahnersatz oder vermuten eine CMD-Problematik?

Vereinbaren Sie einen Beratungstermin – wir klären gemeinsam, ob eine digitale Kiefergelenkvermessung für Sie sinnvoll ist.

Patienten aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet kommen für dynamische Kiefergelenkvermessungen zu uns – aus Frankfurt, Bad Homburg, Wiesbaden. Als  →  CMD-Spezialist in Hessen sind wir Anlaufstelle für Patienten auf der Suche nach einer Lösung gegen ihre Beschwerden, ebenso wie für Patienten, die schon bei der Planung ihres Zahnersatzes größtmögliche Präzision wollen.”

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