Kiefergelenk untersuchen: Funktionsdiagnostik in Kronberg

Bevor wir behandeln, verstehen wir die Ursache – ganzheitlich, schmerzfrei und präzise

Eine erfolgreiche CMD-Behandlung beginnt nicht mit der Therapie, sondern mit dem genauen Verstehen. Bevor wir über Schienen oder andere Maßnahmen sprechen, klären wir die entscheidende Frage: Hängen Ihre Beschwerden tatsächlich mit dem Kiefergelenk zusammen – oder steckt etwas anderes dahinter?

Genau das ist die Aufgabe der Funktionsdiagnostik. Sie ist die Grundlage jeder sinnvollen CMD-Therapie und sorgt dafür, dass wir nicht Symptome behandeln, sondern die wahre Ursache finden.

Der CMD-Quick-Check

Machen Sie den ersten Schritt:

Sie sind unsicher, ob Ihre Beschwerden mit dem Kiefergelenk zusammenhängen? Unser CMD-Quick-Check Fragebogen gibt Ihnen eine erste Orientierung. In wenigen Minuten erfassen Sie Ihre Symptome – von Kieferschmerzen über Kopfschmerzen bis zu Nacken- und Ohrenbeschwerden.

Sie können den Quick-Check-Fragebogen bequem von zu Hause ausfüllen und zu Ihrem Termin mitbringen – das spart Zeit und hilft uns, Ihre Situation von Anfang an vollständig zu erfassen.

→ Quick-Check als PDF herunterladen (PDF-Download)

Der Kiefer - im Fokus

Wenn der Biss nicht passt: die Kettenreaktion

Beißen Sie einmal fest zusammen. Im Idealfall treffen sich Ihre Backenzähne rechts und links gleichzeitig an vielen Kontaktpunkten. Die Kiefergelenke sitzen dabei symmetrisch in ihrer biologischen Mulde, die Muskeln arbeiten identisch.

Ist dieses Gleichgewicht gestört, leidet der gesamte Organismus. Die Gründe für diese Fehlfunktion (Craniomandibuläre Dysfunktion, CMD) sind vielfältig:

  • Stress: Psychoemotionale Belastung führt oft zu nächtlichem Pressen.
  • Statik: Falscher Biss durch Zahnverlust, Fehlkontakte oder unpassenden Zahnersatz.
  • Muskulatur: Chronische Verspannungen, die durch Fehlhaltungen (z. B. am Schreibtisch) verstärkt werden.

Präzise Diagnose

So untersuchen wir Ihr Kiefergelenk – Schritt für Schritt

Unsere Funktionsdiagnostik folgt einem strukturierten, ganzheitlichen Vorgehen. Nicht jeder Patient benötigt jeden Schritt – wir gehen so weit, wie es Ihre individuelle Situation erfordert.

Schritt 1 – Ausführliche Anamnese Wir beginnen mit dem Gespräch und Ihrem ausgefüllten Quick-Check. Welche Beschwerden bestehen seit wann? Welche Behandlungen gab es bereits? Wie hoch ist Ihre aktuelle Belastung? Gerade bei langer Vorgeschichte ist dieses vollständige Bild entscheidend.

Schritt 2 – Manuelle Funktionsanalyse Wir tasten Kaumuskulatur und Kiefergelenke ab, prüfen die Beweglichkeit und erfühlen Verspannungen und Auffälligkeiten. Diese manuelle Untersuchung ist schmerzfrei und liefert erste konkrete Hinweise.

Schritt 3 – Klinische Bewertung der Bisslage Wir analysieren, wie Ihre Zähne aufeinandertreffen, und prüfen Fehlkontakte oder Auffälligkeiten an vorhandenem Zahnersatz – häufige Auslöser einer CMD.

Schritt 4 – Digitale DMD-Messung, wenn erforderlich Bei komplexen oder unklaren Fällen ergänzen wir die Untersuchung um die digitale DMD-Kiefergelenkvermessung →. Sie erfasst die realen Bewegungen Ihres Kiefergelenks im Mikrometerbereich – die präziseste Messmethode, die wir anbieten. Nicht jeder braucht diesen Schritt, aber wenn es ihn braucht, liefert er Klarheit, die klassische Methoden nicht erreichen.

Ist es wirklich CMD?

Die ganzheitliche Einordnung

Nicht jede Beschwerde geht auf das Kiefergelenk zurück. Eine seriöse Funktionsdiagnostik schließt auch aus, was nicht CMD ist. Deshalb betrachten wir den Körper als Ganzes und arbeiten bei Bedarf mit einem Netzwerk aus Orthopäden, Physiotherapeuten, Osteopathen und weiteren Fachärzten zusammen.

So stellen wir sicher, dass Sie die richtige Behandlung bekommen – und nicht eine Therapie, die am eigentlichen Problem vorbeigeht.

 

Wie es nach der Diagnose weitergeht

Steht die Diagnose fest, entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen den passenden Behandlungsweg. Je nach Ursache reicht das von einer individuell angefertigten Aufbissschiene bis zur interdisziplinären Zusammenarbeit mit Physiotherapie und Osteopathie.

Mehr über die Behandlungsmöglichkeiten erfahren Sie hier:

CMD-Therapie – der vollständige Überblick über Diagnose und Behandlung

Dental Balance Control – alternativ unser ganzheitlicher Therapieansatz

Häufige Fragen zur Funktionsanalyse

Hier finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen.

Wie läuft die Funktionsdiagnostik ab?

Die Untersuchung kombiniert mehrere Schritte: ein ausführliches Gespräch, das manuelle Abtasten von Muskulatur und Gelenken, die Bewertung Ihrer Bisslage und – bei Bedarf – die digitale DMD-Messung. Alle Schritte sind vollständig schmerzfrei.

Tut die Untersuchung weh?

Nein. Sowohl die manuelle Funktionsanalyse als auch die digitale DMD-Messung sind komplett schmerzfrei. Viele Patienten empfinden das Abtasten der verspannten Muskulatur sogar als angenehm.

Brauche ich für die Funktionsdiagnostik eine Überweisung?

Nein, Sie können direkt einen Termin bei uns vereinbaren. Falls bereits andere Ärzte involviert waren, bringen Sie deren Befunde gerne mit – das hilft uns bei der Einordnung.

Für wen ist die Funktionsdiagnostik sinnvoll?

Für alle mit möglichen CMD-Symptomen – aber auch vor größeren Zahnsanierungen, Implantaten oder kieferorthopädischen Behandlungen. So stellen wir sicher, dass Ihr neuer Zahnersatz funktionell exakt passt.

Was kostet eine Funktionsdiagnostik?

Den Umfang und die Kosten besprechen wir transparent beim ersten Termin – abhängig davon, welche Untersuchungsschritte in Ihrem Fall sinnvoll sind.

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