Leistungen · Implantologie
Zahnimplantate
in Kronberg
Auch bei wenig Kieferknochen.
Ein Zahnimplantat ersetzt die Zahnwurzel, nicht den ganzen Zahn. Es ist eine kleine Schraube aus Titan, die in den Kieferknochen eingesetzt wird und dort fest einwächst. Erst darauf kommt der sichtbare Teil: eine Krone, eine Brücke oder eine ganze Zahnreihe.
Damit es hält, braucht es Knochen. Genau dort endet für viele die Suche, mit dem Satz: Ein Implantat ist bei Ihnen nicht möglich.
Knochenaufbau
Zu wenig Knochen für ein Implantat?
Zwei Wege führen weiter
Ein Implantat braucht Knochen, in dem es hält. Fehlt ein Zahn länger, bildet sich der Kieferknochen an dieser Stelle zurück. Im Oberkiefer reicht zusätzlich die Kieferhöhle nach unten, sodass der verbleibende Knochen dünn wird. Viele Patientinnen und Patienten hören dann, ein Implantat komme für sie nicht infrage.
Häufig stimmt das nicht. Es ist nur aufwendiger. Welcher der beiden Wege passt, entscheidet der Befund.
Weg 1
Den vorhandenen Knochen besser nutzen
Nicht jede Lücke verlangt ein Implantat an genau der Stelle, an der es naheliegt. Auf der dreidimensionalen Aufnahme wird sichtbar, wo tragfähiger Knochen noch vorhanden ist, manchmal in einer anderen Position oder Achse als zunächst gedacht. Wird das in die Planung einbezogen, fällt ein Aufbau oft kleiner aus oder wird nicht nötig.
Weg 2
Fehlenden Knochen ergänzen
Reicht die Substanz nicht aus, lässt sie sich aufbauen. Dafür kommen körpereigener Knochen oder Knochenersatzmaterial infrage, je nach Ausgangslage auch ein Anheben des Kieferhöhlenbodens oder eine Verbreiterung des schmalen Kieferkamms.
Dr. med. dent. Frank Spiegelberg Fachzahnarzt für Oralchirurgie.
Der Aufbau von Kieferknochen vor und während einer Implantation gehört zu seinen Behandlungsschwerpunkten, insbesondere die Rekonstruktion mit körpereigenem Knochen. Seine Weiterbildung absolvierte er unter anderem an der Privatklinik Schloss Schellenstein bei Prof. Dr. Dr. Fouad Khoury.
Wie viel Aufbau nötig ist, entscheidet sich in der Planung. Auch sie gehört zu seinem Schwerpunkt: Er hat die navigierte Implantologie über Jahre begleitet und an der Entwicklung entsprechender Systeme und Behandlungskonzepte mitgewirkt.
Zweitmeinung
Wenn Ihnen andernorts von einem Implantat abgeraten wurde, lohnt eine zweite Einschätzung. Ob sie zu einem anderen Ergebnis kommt, lässt sich erst nach der Untersuchung sagen. Die Ausgangslage ist aber oft besser, als sie zunächst wirkt.
Unter einem Dach
Damit Zahnersatz auf Implantaten hält
Drei Fachgebiete müssen ineinandergreifen
Chirurgie
Setzt die Wurzel an die richtige Stelle, in der Achse und Tiefe, die vorher festgelegt wurde.
Zahntechnik
Fertigt den Aufbau, der darauf passt: Krone, Brücke oder ganze Zahnreihe.
Prothetik
Sorgt dafür, dass das Ergebnis zu Ihrem Biss passt, und zwar bei jeder Kaubewegung, nicht nur im Stillstand.
Üblicherweise liegen diese Schritte bei verschiedenen Beteiligten an verschiedenen Orten. Bei uns liegen sie unter einem Dach: vom dreidimensionalen Befund über den Eingriff im eigenen Operationsbereich bis zum Zahnersatz aus dem Meisterlabor.
Chirurgie
Damit der neue Zahn genau dort steht, wo er hingehört
Geplant wird rückwärts, vom fertigen Zahn zur Implantatposition
01
Aufnehmen
Vor jedem Implantat erstellen wir eine dreidimensionale Aufnahme. Darauf ist sichtbar, wo Nerven und Kieferhöhle verlaufen und wie viel Knochen tatsächlich zur Verfügung steht.
02
Planen
Auf dieser Grundlage wird die Position jedes Implantats am Rechner festgelegt, und zwar rückwärts gedacht: vom gewünschten Zahnersatz zur Implantatposition. Dabei zeigt sich auch, wie viel Aufbau tatsächlich nötig ist.
03
Übertragen
Eine Bohrschablone überträgt diese Planung in den Kiefer: in der geplanten Achse, der geplanten Tiefe, an der geplanten Stelle. Sie wird aus den Planungsdaten in unserem Meisterlabor im Haus gedruckt.
Gute zu wissen
Präzision mit 3D-Schablone Was am Rechner geplant wurde, wird präzise im Mund umgesetzt. Das schont Nerven und Nachbarstrukturen und erlaubt ein Vorgehen mit kleinerem Zugang.
Verkürzte Wege: Dass die 3D-Schablone im eigenen Labor entsteht, verkürzt den Weg zwischen Planung und Eingriff: kein Versandweg, keine Wartezeit auf einen externen Fertiger. Bei Rückfragen sitzen Behandler und Zahntechniker im selben Haus.
Eigener Operationsbereich: Mit Hygieneschleuse und Aufwachraum. Alles unter einem unter einem Dach.
Bei uns gehört geführte Implantologie zum Standard, auch bei einfachen Ausgangslagen.
Zahntechnik
Zahnersatz aus dem eigenen Meisterlabor
Ein Implantat ist mit dem Einsetzen nicht fertig. Darauf kommt die sichtbare Versorgung, und die entsteht bei uns eine Tür weiter, nicht außer Haus. Im eigenen Meisterlabor wird auch die Bohrschablone für den Eingriff gedruckt: Die Planung verlässt das Haus zu keinem Zeitpunkt.
Dr. Bernold Baumstark hat vor dem Zahnmedizinstudium das zahntechnische Handwerk erlernt. Aus dieser Zeit stammt das Labor im Haus. Er weiß, wie eine Versorgung geplant wird, und aus eigener Hand, wie sie gefertigt wird.
Abstimmung während der Planung
Behandler und Zahntechniker sprechen sich ab, bevor gearbeitet wird, nicht erst, wenn der Zahnersatz fertig ist.
Farbabstimmung im Haus
Bei Bedarf kommt der Zahntechniker direkt an den Behandlungsstuhl und sieht Ihre Zähne bei Tageslicht statt auf einem Foto.
Anpassungen ohne Versandweg
Passt beim Einsetzen etwas nicht genau, ist die Korrektur eine Frage von Minuten statt von Tagen.
Prothetik
Hält der Zahnersatz Ihrer Kaubewegung stand?
Mit neuem Zahnersatz entsteht eine neue Bisslage. Passt sie nicht zur natürlichen Bewegung, gleicht der Körper das unbewusst aus: durch verändertes Kauen, Pressen, Knirschen. Die Folgen sind Abnutzung, Schäden am Zahnersatz und erhöhte Belastung der Kiefergelenke.
Die dynamische Kiefergelenkvermessung macht diese Bewegungsbahn messbar und lässt sie in die Planung einfließen. Das senkt das Risiko, dass die neue Versorgung gegen Ihre Mechanik arbeitet.
Messung nicht nötig
Bei einem Einzelimplantat bleibt die Bisslage unverändert.
Messung nötig
Bei Brücken, Teilversorgungen und Vollversorgungen ändert sie sich.
Mit der dynamischen Kiefergelenkvermessung arbeitet unsere Praxis als Vorreiter in Hessen. Aus dieser Zeit liegt eine große Zahl ausgewerteter Messungen vor, und diese Erfahrung entscheidet mit darüber, was aus den Daten für Ihre Versorgung folgt.
Versorgungen
Welche Lösung bei welcher Lücke
Vom Einzelimplantat bis zur Versorgung zahnloser Kiefer
Eine einzelne Lücke
Fehlt ein Front- oder Seitenzahn, ersetzt ein Implantat mit Krone ihn vollständig. Gesunde Nachbarzähne müssen dafür nicht beschliffen werden, anders als bei einer Brücke.
Mehrere Zähne nebeneinander
Entweder bekommt jeder fehlende Zahn ein eigenes Implantat, oder eine Brücke wird auf wenigen Implantaten verankert. Das reduziert die Zahl der Eingriffe.
Mehrere Backenzähne
Hier ersetzt eine implantatgetragene Brücke die herausnehmbare Teilprothese, ohne Klammern und ohne Gaumenplatte. Wie viele Implantate nötig sind, hängt von Lückengröße, Belastung und Knochenangebot ab.
Wenige Zähne bis Zahnlosigkeit
Auf vier bis sechs Implantaten lässt sich ein ganzer Kiefer festsitzend versorgen, in geeigneten Fällen noch am Tag des Eingriffs. Durch die schräge Stellung der hinteren Implantate wird vorhandener Knochen so genutzt, dass ein Aufbau oft kleiner ausfällt oder entfällt.
Ablauf
So läuft Ihre Implantatbehandlung ab
01 Implantatsprechstunde
In einem gesonderten Termin klären wir, ob eine Implantatversorgung für Sie infrage kommt, welche Wege es gibt und mit welchen Kosten zu rechnen ist. Sie bekommen einen schriftlichen Kostenplan, bevor Sie sich entscheiden.
02 Planung und Diagnostik
Am Anfang steht die dreidimensionale Aufnahme. Sie zeigt, wie viel Knochen vorhanden ist, wo Nerven und Kieferhöhle verlaufen und ob ein Aufbau nötig wird. Auf dieser Grundlage legen wir Typ und Position jedes Implantats fest. Die Bohrschablone entsteht anschließend im Labor im Haus.
03 Sofortimplantation
In geeigneten Fällen lässt sich das Implantat direkt nach dem Entfernen eines Zahns in dieselbe Stelle setzen. Das spart einen Eingriff und erhält den Knochen, der sich nach einer Zahnentfernung sonst zurückbildet. Voraussetzung sind ausreichendes Knochenvolumen und entzündungsfreies Zahnfleisch.
04 Minimalinvasives Vorgehen
Weil die Position vorab feststeht, lässt sich der Zugang klein halten. Das schont Zahnfleisch und Knochenhaut und führt in der Regel zu weniger Schwellung und kürzerer Heilungszeit als bei einem offenen Vorgehen.
05 Knochenaufbau - wenn erforderlich
Reicht die vorhandene Substanz nicht aus, lässt sich der Knochen ergänzen. Je nach Ausgangslage kommen unterschiedliche Verfahren infrage: Sinuslift, Nasenbodenelevation, Socket-Preservation oder eine Verbreiterung des Kieferkamms.
06 Nachsorge
Nach dem Eingriff erhalten Sie schriftliche Hinweise für die ersten Tage und feste Kontrolltermine, bei denen wir den Heilungsverlauf beurteilen. Bei Fragen zwischendurch sind wir telefonisch erreichbar.
Voraussetzungen
Kommt ein Implantat für mich infrage?
Zahnverlust trifft nicht nur ältere Menschen. Unfälle, Parodontitis und Karies können in jedem Lebensabschnitt dazu führen. Ein Implantat ist entsprechend selten eine Frage des Alters.
Es gibt aber Voraussetzungen:
- Das Kieferwachstum muss abgeschlossen sein
- Zahnfleisch und Zahnhalteapparat sollten entzündungsfrei sein
- Ausreichend Knochen muss vorhanden oder aufbaubar sein
Einige Allgemeinerkrankungen und Medikamente beeinflussen die Einheilung, ebenso regelmäßiges Rauchen. Deshalb gehört zur Voruntersuchung immer ein Blick auf Ihre Gesundheitsgeschichte.
Häufige Fragen zu Zahnimplantaten
Ist das Einsetzen eines Implantats schmerzhaft?
Der Eingriff findet unter örtlicher Betäubung statt. Sie spüren ihn nicht. Wir arbeiten dafür mit einem computergesteuerten System, das das Betäubungsmittel langsam und gleichmäßig abgibt. Das ist angenehmer als die klassische Spritze und kommt mit weniger Betäubungsmittel aus. Bei umfangreicheren Eingriffen oder auf Wunsch ist die Behandlung auch unter Vollnarkose möglich.
Was kostet ein Implantat?
Die Kosten hängen von Aufwand und Material ab. Hinzu kommen gegebenenfalls Kosten für einen Knochenaufbau. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen einen Festzuschuss für den Zahnersatz, nicht für das Implantat selbst. In der Implantatsprechstunde legen wir Ihnen die voraussichtlichen Kosten vollständig vor, bevor etwas beginnt.
Wird jeder verlorene Zahn durch ein Implantat ersetzt?
Nicht zwangsläufig. Ob ein Implantat sinnvoll ist, hängt vom Ort der Lücke, vom Zustand der Nachbarzähne und vom Knochenangebot ab. In manchen Situationen ist eine Brücke die bessere Lösung, in anderen muss eine Lücke gar nicht geschlossen werden.
Wie lange dauert es, bis das Implantat belastbar ist?
Der Knochen braucht Zeit, um an die Implantatoberfläche anzuwachsen, je nach Ausgangslage mehrere Wochen bis Monate. In dieser Zeit tragen Sie eine provisorische Versorgung. Wie lange es in Ihrem Fall dauert, hängt von Knochenqualität und Umfang des Eingriffs ab.
Müssen Implantate gepflegt werden?
Ja, und zwar besonders sorgfältig. Am Übergang zwischen Implantat und Zahnfleisch kann sich das Gewebe entzünden. Unbehandelt kann daraus ein Knochenabbau werden, der das Implantat gefährdet. Neben der täglichen Reinigung mit Interdentalbürsten gehört deshalb die regelmäßige professionelle Zahnreinigung dazu.
Implantatsprechstunde
Termin in der Implantatsprechstunde
Wir klären, was bei Ihnen möglich ist
Ob ein Implantat für Sie infrage kommt, zeigt sich erst nach einer Untersuchung. In der Implantatsprechstunde sehen wir uns Ihre Ausgangslage an und besprechen, welche Wege sich daraus ergeben.