Ihre Kieferbewegung — gemessen statt geschätzt
Die Kiefergelenkvermessung DMD beantwortet eine Frage, die andere Verfahren offenlassen: Was passiert eigentlich zwischen den Positionen? Digitale Diagnostik erfasst heute sehr genau, wo Ihr Kiefer steht — in Ruhe, im Zusammenbiss, in definierten Endpositionen. Der Weg dazwischen wird aus diesen Fixpunkten hochgerechnet. Genau dort aber entstehen viele der Störungen, die Beschwerden auslösen.
Digital gemessen heißt noch nicht dynamisch gemessen
Digitale Diagnostik ist in der Zahnmedizin längst Standard: Intraoralscanner, digitale Bissregistrierung, virtuelle Artikulatoren. Was die meisten dieser Verfahren erfassen, sind jedoch Positionen — die Ruhelage, den Zusammenbiss, einzelne Endpunkte der Bewegung. Die Bewegung dazwischen wird daraus modelliert, häufig unter Rückgriff auf Durchschnittswerte.
Für viele Behandlungen reicht das aus. Bei Beschwerden im Kausystem reicht es oft nicht.
Denn ein Kiefergelenk knackt nicht in der Ruhelage. Ein Störkontakt stört nicht im maximalen Zusammenbiss. Und eine Schiene, die im Modell einwandfrei sitzt, kann in der Bewegung an einer Stelle aufsetzen, die im Modell nie abgebildet war. Was während der Bewegung geschieht, bleibt in einer statischen Messung unsichtbar — unabhängig davon, wie präzise diese Messung selbst ist.
Das DMD-System setzt genau hier an. Es misst nicht Positionen, aus denen sich eine Bewegung ableiten lässt, sondern die Bewegung selbst: fortlaufend, in sechs Bewegungsachsen, während Sie kauen, sprechen und schlucken.
Das Herzstück: die Magnetfeldtechnologie
Eine Bewegung lässt sich nur dann natürlich messen, wenn die Messung sie nicht verändert. Das ist der eigentliche Grund für die Magnetfeldtechnologie: Sie arbeitet berührungslos und braucht keine mechanische Führung, die dem Kiefer vorgibt, wie er sich zu bewegen hat.
Minimalistisch
Zwei winzige, federleichte Marker werden nah an den Zähnen fixiert. Keine Gestelle, keine schweren Bögen.
Unverfälschte Dynamik
Da Sie das System kaum spüren, laufen Kauen und Schlucken ab wie sonst auch. Wir messen Ihre Bewegung — nicht eine Bewegung, die sich an das Messgerät angepasst hat.
Bewegung in sechs Achsen
Das System erfasst die Bewegung in drei translativen und drei rotativen Richtungen — sechs Bewegungsachsen insgesamt. Die Aufzeichnung läuft fortlaufend mit Zeitbezug, ohne die Okklusion zu beeinflussen. So entsteht eine durchgehende digitale Spur Ihrer individuellen Kieferbewegung.
Was die Kiefergelenkvermessung DMD für Sie leistet
Innerhalb unserer Behandlungsphilosophie Dental Balance Control ist das DMD-System unser wichtigstes Werkzeug — in mehreren Fachbereichen:
Planung vor komplexem Zahnersatz
Bei Brücken, Teil- und Vollversorgungen wird die Bisslage neu definiert. Wir setzen die DMD-Messung routinemäßig ein, bevor wir komplexen Zahnersatz planen — damit die neue Versorgung von Anfang an zu Ihrer individuellen Gelenkbahn passt.
Funktions-Screening (CMD-Check)
Innerhalb weniger Minuten erhalten wir objektive Messwerte. Sie zeigen, ob Hinweise auf eine Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) bestehen und eine weitere Abklärung sinnvoll ist.
Gelenkraum-Analyse ohne Strahlenbelastung
Die Messung zeigt, wie viel Raum Ihr Gelenk in der Bewegung hat und an welchen Stellen er enger wird — ohne Röntgenstrahlung. Bildgebende Verfahren wie das DVT ersetzt sie nicht, sie ergänzt sie.
Bestimmung der therapeutischen Position
Bei Schmerzpatienten ermitteln wir rechnerisch die Position, in der Muskulatur und Gelenk am wenigsten belastet sind.
Zahnersatz ohne Störkontakte
Über die direkte Schnittstelle zu CAD-Systemen erhält der Zahntechniker Ihre echten Bewegungsdaten. Kronen und Brücken werden so gestaltet, dass sie sich in Ihre tatsächliche Bewegung einfügen.
Digitale Kieferorthopädie und Aligner
Wir planen Zahnbewegungen nicht allein nach der Ästhetik, sondern entlang Ihrer individuellen Gelenkbahn. So beziehen wir die Belastung der Gelenke von Anfang an in die Planung ein.
Warum die Genauigkeit der Messung entscheidend ist
Magnetfeld-Präzision
Das System erfasst Abweichungen im Mikrometerbereich, die mit dem Auge nicht erkennbar sind.
Simulation vor der Behandlung
Am digitalen Modell lässt sich darstellen, wie sich eine Veränderung der Zahnposition auf das Gelenk auswirkt — bevor am Zahn gearbeitet wird.
Planungssicherheit
Der Zahnersatz wird innerhalb Ihrer gemessenen Funktionsgrenzen gestaltet, statt auf Basis von Durchschnittswerten.
Die entscheidenden Millimeter.
Interferenzen entstehen in den ersten ein bis anderthalb Millimetern Bewegung auf der Kaufläche. In diesem schmalen Bereich entscheidet sich, ob eine Krone stört oder sich einfügt — und genau er ist in einer Positionsmessung nicht enthalten. Eine Abweichung, die im Modell unerheblich wirkt, kann in der Bewegung genau dort landen.
Warum die Genauigkeit der Messung entscheidend ist
Die entscheidenden Millimeter.
Interferenzen entstehen in den ersten ein bis anderthalb Millimetern Bewegung auf der Kaufläche. In diesem schmalen Bereich entscheidet sich, ob eine Krone stört oder sich einfügt — und genau er ist in einer Positionsmessung nicht enthalten. Eine Abweichung, die im Modell unerheblich wirkt, kann in der Bewegung genau dort landen.
Technologie braucht Erfahrung
Mit dem DMD-System setzen wir eine Technologie ein, die uns in Funktionsdiagnostik und CMD-Therapie Messwerte liefert, die manuelle Verfahren nicht bereitstellen können. Für uns bleibt sie ein Werkzeug — ein sehr genaues, aber eben ein Werkzeug.
Ein gutes Ergebnis braucht mehr als exakte Messdaten. Daten ohne fundierte Erfahrung in der Funktionsanalyse führen allein noch zu keinem tragfähigen Behandlungsergebnis. In der Praxis Baumstark kommt beides zusammen:
Das digitale Fundament
Individuelle, rechnerisch exakte Bewegungsdaten Ihres Kiefers mit dem DMD-System.
Die ärztliche Beurteilung
Die fachkundige Auswertung dieser Daten und ihre Überführung in einen ganzheitlichen Therapieplan.
So entsteht ein Ergebnis, das technisch stimmig ist — und sich für Sie natürlich anfühlt.
Quick-Links
→ CMD-Therapie → Kiefergelenk untersuchen → Dental Balance Control